Liveclub Bermuda in Pommelsbrunn bei Nürnberg am 02. Februar Drucken E-Mail

Dieser kalte zweite Februartag führte uns erstmals ins ländliche Pommelsbrunn in der Nähe von Nürnberg. Wir wollen ja schließlich ständig neues Territorium erobern. Die Vorstellung, dass es irgendwo Rockclubs gibt, wo wir reinpassen würden wie die sprichwörtliche Faust, wir aber die nicht kennen und die uns nicht, lässt einen schon manchmal unruhig schlafen…

Dort gibt es seit noch nicht allzu langer Zeit den kleinen aber feinen Livemusikclub Bermuda mit HausP.A. und sehr engagierten Frank und Rolf.tagepommel01

Letzterer, Inhaber des Clubs und den Rest des Abends hinter der Bar verbringend, begrüßte uns herzlich. Später beim Soundcheck kam Frank, der für das Booking der Bands zuständig ist, und gestand uns, sich schon lange auf diesen Abend und als ehemaliger Chemnitzer besonders auf „Am Fenster“ zu freuen.

Wir mixten uns von der Bühne, wovon besonders der an diesem Abend nicht benötigte Haustechniker begeistert war. So gut hätte er ein Schlagzeug noch nicht über diese Anlage gehört.

tagepommel02Nach dem Essen gegen dreiviertel zehn, dem obligatorischen Dienstschnaps und bewaffnet mit einigen „Fruchtzwergen“ begannen wir mit viel Spaß unser Konzert und bekamen ein sehr gutes Feedback. Es war nicht voll, aber das ist nun mal das Los, wenn man 1. sich erstmal ein Publikum erspielen muss und 2. auch noch das eisige Wetter gegen einen ist.

Nebenbei hat auch noch der Club (1.FC Nürnberg) an dem Tag gegen Karlsruhe verloren, was einigen niedergeschlagenen, Clubschals Bekleideten am Gesicht anzusehen war, dessen Mienen sich aber bald aufhellten.
Rock`n Roll heilt alle Wunden…oder war es doch die Zeit?
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Zum Ende kurz vor 2 morgens haben wir so einige Freunde und Fans mehr gewonnen und werden dort im „Bermudadreieck“ mit Sicherheit, vielleicht noch in diesem Jahr, wieder auf- bzw. untertauchen.

Da irgendwas mit der Pensionsbuchung schief lief, erklärte sich Kerstin, die auch den Einlass machte, spontan bereit, uns alle mit zu sich zu nehmen. Wir kratzten frierend und zitternd ihr Auto frei und bibberten uns gemeinsam zu ihr. Nebenbei erwähnte sie noch, dass erstmal jemand Feuer im Kamin machen müsste, wäre nicht sehr warm bei ihr…

Kerstin hat ein schönes, altes Fachwerkhaus, wo sie zusammen mit ihren vier Töchtern (8, 10, 15 und 17 Jahre alt) lebt und die alle mit „R“ anfangen. Wenn ich es noch richtig zusammen bekomme heißen sie Ronja, Raja, Rubina und Rilana.

tagepommel04Während sich die anderen im oberen offenen Wohnbereich schon anschickten, Kerstins Gitarre zu malträtieren und dazu die Flaschenverschlüsse ploppten, zerkleinerte ich im Schlaf- und Kaminbereich Material aller brennbaren Art und entzündeten den Kamin und sogleich verbreitete sich diese herrlich wohlige Wärme.

Zu mir runter erklangen diesem Zeitpunkt und Zustand angemessene Töne, irgendwas mit „More Than Words“ unterstützt von undefinierbarer percussiver Trommelei und noch andere musikalische Perlen…mmh (-:

Inge gab auch noch was ziemlich Sentimentales zum Besten (ich habe das Video…ätsch), Kerstin kramte in ihrer großen, auf dem Dielenboden verteilten (herrlich) CD-Sammlung und beeindruckte uns mit Klassemugge von z.B. Jerry Joseph aus ihren riesigen, schön lauten und gut klingenden JBL Standboxen.tagepommel05

Irgendwann gingen wir alle schlafen, lernten am nächsten Morgen beim Frühstück ihre Töchter kennen, Kerstin fuhr uns noch zurück ins „Bermuda“, wir packten unser bisschen Krempel zusammen, verabschiedeten uns herzlich und fuhren bei schönstem Sonnenschein gen Heimat.

Ironie, dass ich ein paar Stunden später mit meiner kleinen Tochter die A9 an gleicher Stelle wieder passieren werde, nur in die andere Richtung.

Vielleicht sehen wir Frank und seinen, an diesem Abend auch anwesenden
Sohn Felix, (ein bemerkenswerter Gitarrist, spielt mit seinem Vater in
der gleichen Band ), spätestens Anfang September wieder.

Wäre doch mal was, als alte Chemnitzer in Rabenstein...


Euer Rose

 

 
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